Endlose Diskussion am Wesentlichen vorbei.
Am Allzeithoch wolltest du sogar Bitcoin kaufen – hast es aber nicht getan. Und jetzt, mitten im Bärenmarkt, kommen plötzlich die Zweifel: „Bitcoin ist tot. Diesmal wirklich. Schau dir all die logischen Argumente an.“
Damit ist aber eines ziemlich sicher: Am Allzeittief wirst du ebenfalls nichts kaufen.
Du wirst einfach weiter zuschauen, Gründe gegen eine Investition suchen – und natürlich auch finden.
Merkst du eigentlich, wie unbewusst du als Investor handelst? Wie stark du von den Meinungen anderer beeinflusst wirst? Wie viele deiner Argumente nicht auf eigenen Erkenntnissen beruhen, sondern auf Artikeln, Kommentaren und Aussagen fremder Menschen?
Ich investiere seit 2013 in Bitcoin. Damals wirkte die Idee völlig verrückt. Aber investieren ist nicht gleich investieren. Alles auf eine Karte zu setzen wäre dumm gewesen.
Genau deshalb gibt es Diversifikation.
Wenn man damals nur 1–2 % seines Portfolios investiert hätte, wäre das Risiko überschaubar gewesen. Das Potenzial hingegen außergewöhnlich. Diese kleine Entscheidung hat mir langfristig einen hohen sechsstelligen Gewinn gebracht.
War die Investition 2013 klug oder dumm?
Die richtige Antwort lautet: Es kommt auf die Positionsgröße an.
Und trotzdem findest du nach über 17 Jahren funktionierendem Bitcoin-Netzwerk immer noch Gründe, überhaupt nichts zu investieren. Gar nichts. Obwohl die Technologie seit 2009 ohne Unterbrechung läuft und etwa alle zehn Minuten einen neuen Block erzeugt – wie ein Schweizer Uhrwerk.
Es geht nicht darum, dass meine Argumente neu sind. Die hört man auch seit Jahren.
Es geht darum, ob man bereit ist, sich selbst eine Meinung zu bilden und Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen.
Und noch einmal: Buy low and sell high.
Aber nicht nach dem Motto: "Ich kaufe einfach etwas, weil es gefallen ist."
Das machen Anfänger.
Warren Buffett würde eher sagen: Investiere nur in das, was du verstehst. Und wenn es unterbewertet ist, dann kaufe es.
Das Interessante ist: Warren Buffett hasst Bitcoin. Er investiert nicht darin. Er gibt offen zu, dass er es nicht versteht und sich auch nicht damit beschäftigen möchte.
Das ist eine klare und konsequente Position.
Aber du?
Du lässt das Thema nicht los. Du diskutierst darüber, suchst Argumente dagegen, liest Artikel und Kommentare und beschäftigst dich ständig damit.
Willst du investieren oder nicht?
Willst du diversifizieren oder nicht?
Oder willst du dich einfach nur permanent rechtfertigen und allen beweisen, dass du im Recht bist?
Verstehst du, was ich meine?
Es geht längst nicht mehr um Bitcoin.
Es geht um dich.
"Am Allzeithoch wolltest du sogar Bitcoin kaufen – hast es aber nicht getan. "
Sorry, aber das habe ich doch nirgends gesagt. Bitte lies nach.
„Bitcoin ist tot. Diesmal wirklich. Schau dir all die logischen Argument an." Wo habe ich das gesagt? Auch eine Unterstellung.
"Merkst du eigentlich, wie unbewusst du als Investor handelst? Wie stark du von den Meinungen anderer beeinflusst wirst? Wie viele deiner Argumente nicht auf eigenen Erkenntnissen beruhen, sondern auf Artikeln, Kommentaren und Aussagen fremder Menschen?" Stimmt leider auch nicht. Wäre das so, hätte ich schon längst Bitcoin. Denn in meinem privaten Umfeld haben die meisten Bitcoin. Plus gerade im letzten Jahr gab es ja kaum einen Experten oder Zeitschrift, welche nicht zum Bitcoin geraten hätte.
"Wenn man damals nur 1–2 % seines Portfolios investiert hätte, wäre das Risiko überschaubar gewesen. Das Potenzial hingegen außergewöhnlich. Diese kleine Entscheidung hat mir langfristig einen hohen sechsstelligen Gewinn gebracht." Herzlichen Glückwunsch, da hattest Du einen sehr guten Riecher!
"Aber nicht nach dem Motto: "Ich kaufe einfach etwas, weil es gefallen ist."
Sage ich doch auch, lies bitte oben nach.
"Das Interessante ist: Warren Buffett hasst Bitcoin. Er investiert nicht darin. Er gibt offen zu, dass er es nicht versteht und sich auch nicht damit beschäftigen möchte."
Ich möchte verstehen, wie man den Bitcoin und seine Entwicklung besser einschätzen kann. Er verhält sich nämlicg willkürlich.
"Du lässt das Thema nicht los. Du diskutierst darüber, suchst Argumente dagegen, liest Artikel und Kommentare und beschäftigst dich ständig damit." + Lese Bücher usw...
Erkläre mir doch bitte, wozu Foren da sind? Meine Punkte sind ja durchaus recherchiert, gehen teilweise ziemlich ins Detail und dass ich 0,0 Ahnung hätte ist ja nun auch falsch. Aber wozu ist denn das Forum da? Um Pros und Contras zu diskutieren u.a.
By the way, habe mal eine Biographie über den Black Rock-Gründer gelesen. Der hat einer großen Runde seiner Banker die Aufgabe gegeben, Gründe gegen ein Investment zu sammeln und erst wenn alle Gründe vom Tisch waren, wurde investiert.
"Oder willst du dich einfach nur permanent rechtfertigen und allen beweisen, dass du im Recht bist?" Nein, einfach nur im Forum diskutieren. Darf ich das? Danke. Und sorry, dass ich nicht 100% überzeugt bin. Aber auch das ist vollkommen legitim.
By the way, ich stelle diese Fragen und äußere Bedenken hier vollkommen emotionslos in dem dafür vorgesehenen Bereich, weil ich ehrlich der Auffassung bin, dass vor allem bei Dir entsprechende Expertise da ist. Wie auch immer, in den letzen beiden Antworten von Dir gehst Du nicht auf meine Punkte ein bzw. nur teilweise und es wimmelt vor Unterstellungen.
Noch mal: Ich bin nicht gegen den Bitcoin. Aber ich finde, wenn der Bitcoin sich gerade sehr schlecht entwickelt und viele große Institutionen plötzlich Ihre Anteile reduzieren, dann ist ein Bitcoin-Unterforum doch der richtige Ort, das mal emotionslos zu diskutieren. Oder wenn ein Thelen und weitere plötzlich Quantencomputing als größte Gefahr für den Bitcoin ausmachen usw.