Keine Ahnung, was du mit der Aussage meinst, dass ein massenhafter Abverkauf von Bitcoin „sehr gefährlich“ werden könnte. Gefährlich für wen, was, warum?
Für 99 % der Menschen ist die Bedeutung von Bitcoin unmittelbar mit dem Preis verbunden. Der Preis ist jedoch sehr volatil, weil die Technologie im Vergleich zu traditionellen Wertspeichern noch jung ist.
Am Ende regeln Angebot und Nachfrage den Preis – wie bei jedem freien Markt.
Wer Bitcoin wirklich versteht, lässt sich vom kurzfristigen Preisgeschehen kaum beeinflussen. Die Masse hingegen reagiert emotional auf steigende oder fallende Kurse.
Wenn Bitcoin wieder über 100.000 Dollar steigt und plötzlich jeder darüber spricht, bedeutet das nicht, dass Bitcoin auf einmal wertvoller geworden ist. Genauso wenig wird Bitcoin wertlos, nur weil der Preis zeitweise fällt.
Der Preis ist lediglich das Ergebnis dessen, was Marktteilnehmer in einem bestimmten Moment bereit sind zu zahlen. Der eigentliche Wert von Bitcoin liegt in seinen Eigenschaften: Knappheit, Dezentralisierung, Zensurresistenz, Transparenz und der Möglichkeit, Vermögen unabhängig von Staaten und Banken zu speichern und zu übertragen.
Solange diese Eigenschaften bestehen bleiben, ändert ein steigender oder fallender Preis nichts an den fundamentalen Grundlagen des Netzwerks. Der Markt bewertet Bitcoin jeden Tag neu – die Technologie dahinter bleibt dieselbe. Und alle 10 Minuten wird ein Block produziert. Und das ununterbrochen seit 2009.
Bitcoin ist Bitcoin. 1 BTC = 1 BTC.
Ok, das ist eine mir bekannte Antwort. Weil diese Aufzählung hört und liest man immer wieder so oder so ähnlich.
Gefährlich tatsächlich für die Existenz des Bitcoins meine ich. Dieser ist nämlich nur dann knapp, wenn er nachgefragt wird und wenn er massenhaft abverkauft wird, dann ist 1 BTC zwar = 1 BTC , aber gemessen wird der Wert eben aktuell an FIAT- Währungen.
Das ist due Illusion der Preislosigkeit: Eigenschaften wie 'Zensurresistenz' und 'Knappheit' sind wertlos, wenn die Kaufkraft dahinter wegbricht. Ein dezentrales System, das niemand mehr stabil gegen reale Güter (Brot, Strom, Miete) eintauschen kann, verliert seine gesellschaftliche Funktion. Ein unkontrollierter Kollaps des Preises zerstört das Vertrauen – und Vertrauen ist das einzige Fundament, auf dem jeder Wertspeicher der Menschheitsgeschichte jemals basierte.
Thema Transparenz: Diese liegt auch bei Aktien vor. Du hast sogar mehr Anhaltspunkte, wie sich eine Aktie entwickeln kann in Zukunft. Beim Bitcoin: Früher stiegen Tech-Aktien, dann stieg auch der Bitcoin. Wieso auf einmal nicht mehr!?
Thema "Möglichkeit, Vermögen unabhängig von Staaten und Banken zu speichern und zu übertragen.": Staaten besteuern Bitcoin. Staaten beschlagnahmen Bitcoin. Staatsoberhäupter wie Donald Trump beeinflussen massiv die Wertentwicklung des Bitcoin.
Ich denke gerade darüber nach, mal ganz vorsichtig in Bitcoin einzusteigen, zweifel aber stark daran. 1 BTC ist 1 BTC. Ja.... Und wenn ich diesen BTC für 100k gekauft habe, hilft mir das heute mal gar nichts, dass er 55k wert ist. Dieser Freund von mir hat mich massiv dazu überreden wollen, BTC-Anteile zu kaufen, als der BTC bei über 100k stand. Ich bin sehr froh, das nicht getan zu haben, obwohl die Medien damals quasi nur darüber schrieben, wie schnell es jetzt zur Million gehen könnte.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen ideologischer Überzeugung („Bitcoin ist die Zukunft“) und ökonomischer Realität. Am Ende siegt im echten Leben fast immer die Liquidität über die Ideologie.
In der jüngsten Marktkorrektur (Anfang Juni 2026) gab es ein paar sehr konkrete, namhafte Verkäufer, die den Markt bewegt haben, die teilweise "Long Term holder" sein sollten:
- Michael Saylors Strategy hat Ende Mai/Anfang Juni 2026 zum ersten Mal seit über drei Jahren wieder Bitcoin verkauft. Man muss wissen, dass sich dieses Unternehmen sonst liebend gerne verschuldet hat, um BTC zu kaufen.
- Der größte Verkaufsdruck kam zuletzt von den US-Spot-ETFs, die monatelang die treibende Kraft nach oben waren. Investoren haben fast 4 Milliarden Dollar aus den US-Bitcoin-ETFs abgezogen.
- Goldman Sachs: Auch die Traditionsbank hat ihre Bitcoin-Positionen zuletzt um 10 % reduziert.
- Jane Street: Die gigantische Trading-Firma hat ihre Bitcoin-ETF-Bestände um rund 70 % gekürzt.
Laut Daten von Krypto-Analysten (wie CryptoQuant) liegt es im Moment weniger an einer Panik wie im Crash-Jahr 2022, sondern an einer Umschichtung von Kapital. Viele institutionelle Anleger ziehen derzeit Geld aus Bitcoin ab, weil der US-Aktienmarkt und insbesondere KI-Unternehmen enorme Gewinne abwerfen und als attraktiver angesehen werden.