Wieviel eigenständige Kaufanfragen bei wieviel Domains ?

D-C

Domainer
Beiträge
571
Likes erhalten
370
Ich denke die Frage ist schwierig zu stellen, aber sicherlich nicht nur für mich von Interesse.

Natürlich haben alle Domainer unterschiedliche Domainportfolios, teils in der Ausrichtung teils in der Qualität. Auch die Domainendungen und die Sprache der angebotenen Domains, sowie der gewünschte Preis spielen hier eine Rolle.

Nichtsdestotrotz würden mich eure Erfahrungen hier interessieren, auch wenn Sie sicherlich in der Qualität der Aussage nur als sehr pauschal gewertet werden können.

Mein Domainbestand beläuft sich zur Zeit auf ca. 450 bis 500 Domains von subjektiv "basic" bis "mittelmäßiger" Qualität. Zu 80% *de Rest *at,*ch*com*info. Preissegment von klein xxx bis Mitte xxxx. Bei aktiver Vermarktung geht da schon was.
Aber meine Frage bezieht sich nur auf eigenständige Kundenanfragen ohne vorheriges Marketing.

Und da hab ich leider Momentan nur eine selbständige Anfrage innerhalb der letzten 5 Monate vorzuweisen. Wie sieht das bei euch so aus ?

MfG S.
 
Schwierige Frage. Weil hier wohl sehr verschiedene Erfahrungen gemacht werden.

Ich rechne im "worst case" mit ca 50 notwendigen Registrierungen für einen Verkauf im Jahr der Registirerung. Das gilt für frei registrierte Domains und ohne jedes Marketing (nur Landing/Salepage mit Festpreis). Bei Backorder-Domains ist die Quote deutlich höher . Hier verkaufe ich etwa jede 20. gecatchte Domain im ersten Jahr.

Generell rechne ich bei jeder Domain mit etwa 10 Jahren die es braucht, bis sie verkauft wird. Das hilft, böse Überraschungen in der Buchhaltung bzgl Erneuerungsgebühren zu vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwierige Frage. Weil hier wohl sehr verschiedene Erfahrungen gemacht werden.

Ich rechne im "worst case" mit ca 50 notwendigen Registrierungen für einen Verkauf im Jahr der Registirerung. Das gilt für frei registrierte Domains und ohne jedes Marketing (nur Landing/Salepage mit Festpreis). Bei Backorder-Domains ist die Quote deutlich höher . Hier verkaufe ich etwa jede 20. gecatchte Domain im ersten Jahr.

Generell rechne ich bei jeder Domain mit etwa 10 Jahren die es braucht, bis sie verkauft wird. Das hilft, böse Überraschungen in der Buchhaltung bzgl Erneuerungsgebühren zu vermeiden.




D.h. wenn ich es richtig verstanden habe:


1.
Bei 50 registrierten Domains und einem EK von 2 € Netto, (ohne MwSt), da ja die MwSt nur ein durchlaufender Posten ist und bei einem VK von 99,- € Netto, (ohne MwS) ist in der Regel kein Gewinn erzielbar, oder ?

- EK ca. 100 €
- VK 99 €



2.
Bei 20 gecatchten Domains mit einem Durchschnittspreis von 100 € Netto, (Annahme) werden wie angeführt bei einem VK von 99 € = 20 Domains im 1. Jahr abgesetzt, d.h. dann:

- EK ca. 2.000 €
- VK ca. 2.000 €


Auch hierbei wird die Gewinnzone nicht erreicht ?!

Also in beiden Fällen gibt es keine Gewinne, weil der VK-Preis zu niedrig ist, oder fehlen hierbei noch Angaben ?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
D.h. wenn ich es richtig verstanden habe:

Du hast es falsch verstanden bzw falsch interpretiert. Aber ich erkläre es dir gerne etwas genauer;)

1. Meine Verkaufspreise (99 Euro) habe ich erst seit 2 Monaten (Corona-Krisen-Preis). Meine geschilderten Erfahrungen bezogen sich jedoch auf die letzten Jahre.
2. Nicht alle meine Domains biete ich für 99 Euro an.
3. Nur die wenigsten meiner gecatchen Domains verkaufe ich für 99 Euro. Der Durchschnittspreis für diese Domains ist höher.

und übrigens:
Seitdem ich die Preise gesenkt habe, verkaufe ich deutlich mehr und die Zahlen der letzten 2 Monate sind mit denen der letzten Jahren nicht vergleichbar. Ich überlege deshalb schon, die Preise auch nach der Corona-Krise auf diesem Niveau zu belassen;)
 
Generell rechne ich bei jeder Domain mit etwa 10 Jahren die es braucht, bis sie verkauft wird. Das hilft, böse Überraschungen in der Buchhaltung bzgl Erneuerungsgebühren zu vermeiden.

Das ist eine SEHR GUTE Einstellung. Viele meiner besten Domainverkäufe habe ich erst nach 10-15 Jahre Haltezeit gehabt. Auch darf man sich nicht abschrecken lassen wenn man innerhalb von 1-2 Jahre keine einzige Kaufanfrage bekommt. Wenn man keine Kaufanfragen innerhalb von 1-2 Jahre bekommt und die Domain auch keinerlei Traffic hat (nicht einmal von Bots oder Crawlern), dann gehe ich derzeit schon über, die Domain zu löschen.
 
und übrigens:
Seitdem ich die Preise gesenkt habe, verkaufe ich deutlich mehr und die Zahlen der letzten 2 Monate sind mit denen der letzten Jahren nicht vergleichbar. Ich überlege deshalb schon, die Preise auch nach der Corona-Krise auf diesem Niveau zu belassen;)


Okay, besten Dank.

Die Frage die sich bei solch Niedrigpreis-Modellen zwangsläufig ergibt, wo ist die Preis-Obergrenze für bestimmte Zielgruppen. Soll heißen von denen die 99,- € bezahlen, akzeptieren viele Kauf- Interessenten auch einen Preis von 119 - 149,- €. Manche auch 179 bzw. 199,- €.

Die hohe Kunst bei der Preisfindung ist ja den Preis zu finden, der den höchsten Ertrag erbringt. Denn ein niedriger Preis heißt ja nicht gleich optimale Gewinnerzielung bzw. einen Gewinn überhaupt erzielen zu können.
 
Wenn er das nur als Hobby betreibt und seine eigene Arbeitszeit mit 0 EUR ansetzt, dann ist das ja OK wenn er die Domain so günstig verkauft. Domainhandel ist leider immer ein gewisses Risiko und ich habe selbst bereits sehr viel Geld (hoch 6 stellig) verbraten da ich Domains viel zu teuer eingekauft habe. Dafür kann man aber auch gute Gewinne machen wenn man günstig einkauft und genug Zeit hat zu warten.
 
Die hohe Kunst bei der Preisfindung ist ja den Preis zu finden, der den höchsten Ertrag erbringt. Denn ein niedriger Preis heißt ja nicht gleich optimale Gewinnerzielung bzw. einen Gewinn überhaupt erzielen zu können.

Domains verkaufen sich schneller für 99 Euro als für 250 Euro.
Und bei 5-20 Euro Kosten sind 100 Euro Ertrag immer noch erste Sahne!

Es geht darum, die Ballance zu finden, zwischen dem, was man irgendwann mal erzielen könnte, und dem was man aktuell erzielen kann.
Spatz in der Hand usw...

Es hilft auch, loslassen zu können und seine Domains weniger als Domainer zu betrachten, sondern mehr als Kaufmann.
Meine "Lieblinge" sortiere ich natürlich vorher aus und biete sie an anderer Stelle dafür umso teurer an:D
 
Wenn Du damit zufrieden bist, hast Du ja ein gutes Geschäftsmodell für DICH persönlich gefunden. Andere wären damit vielleicht nicht zufrieden weil die laufenden Kosten viel höher sind. Da ich über 12.000 Domains besitze, habe ich immer wieder Kaufanfragen und kann/muss anderes entschieden als wenn ich nur ein paar Domains habe und diese als Hobby verkaufe.
 
Da ich über 12.000 Domains besitze
Ja, du mit deinen 12.000 Domains spielst allerdings in einer anderen Liga und hast mit dem alltäglichen Domainergeschäft in etwa soviel gemeinsam, wie der Pabst mit einem Gottesdienst in Buxtehude. Den meisten hier bleibt nur, vor dir auf die Knie zu gehen und in Ehrfurcht zu erstarren. Du Domaingott :D
🙏
 
Domains verkaufen sich schneller für 99 Euro als für 250 Euro.
Und bei 5-20 Euro Kosten sind 100 Euro Ertrag immer noch erste Sahne!

Es geht darum, die Ballance zu finden, zwischen dem, was man irgendwann mal erzielen könnte, und dem was man aktuell erzielen kann.
Spatz in der Hand usw...

Es hilft auch, loslassen zu können und seine Domains weniger als Domainer zu betrachten, sondern mehr als Kaufmann.
Meine "Lieblinge" sortiere ich natürlich vorher aus und biete sie an anderer Stelle dafür umso teurer an:D

+

Generell rechne ich bei jeder Domain mit etwa 10 Jahren die es braucht, bis sie verkauft wird. Das hilft, böse Überraschungen in der Buchhaltung bzgl Erneuerungsgebühren zu vermeiden.



Wenn Erträge langfristig erzielbar sind, dann ist das System okay und gut !

Nur wenn man mal durchkalkuliert kann es auch schnell in die Verlustzone führen.

Im 1. Jahr reicht ja dann bei Deinen 2.342 Domains bei DAN von heute, bezogen auf die Registrierungs-Gebühr im 1. Jahr ein Verkauf von 47 Domains, ab dem 2. Jahr mindestens 160, bei den dann anfallenden Jahresgebühren von über 16.000 € !

Wenn man den Anteil der Domains in Deinem Portfolio ohne Preise mit ca. 10 % zugrunde legt und diese als Beispiel mit durchschnittlich 199 € anführt. Dann liegt der "Break Even" >>> die Gewinnschwelle bei ca. 135 Domains für 99,- € + ca. 13 Domains für 199,- €, gesamt also 148 Domains. Knapp 3 Domain-Verkäufe pro Woche.

Dabei ist aber zu beachten das die Qualität der Domains mit der Zeit abnimmt und die Nachfrage zudem auch noch kleiner wird, denn wenn jetzt noch "Blumen-Berlin.de" schnell verkauft werden kann, sind es ist in 10 Jahren schwer verkäuflichere Domains wie "Blumen-Oberammergau.de", etc.? Zumal wie bekannt jede Domain nur einmal am Markt verfügbar ist und es keinen Ersatz für die "guten Domains gibt"!

Trotzdem wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deinem System. (y)
 
mal ein kleiner Push.... hier muss es doch noch mehr Domainer geben, die dazu vieleicht ein Aussage treffen können :) ?
 
mal ein kleiner Push.... hier muss es doch noch mehr Domainer geben, die dazu vieleicht ein Aussage treffen können :) ?


Vielleicht liegt es ja auch daran, das ein "Spezie" bewußt falsche Domainer-Namen hier anführt und deshalb sich manche nicht äußern wollen, ...wer weiß ? ;)
 
Also, ich hatte im Februar noch 30 und heute sind es ca. 100 Domains - fast alle .de's. Dies hängt einerseits mit meiner Registrierung hier im Forum, andererseits mit der aktuellen Krise und auch dass mein Registrar im April die .de für ein Jahr günstiger angeboten hatte zusammen. Die meisten Domains haben im weitesten Sinne was mit Elektroautos zu tun, bei denen ich mir in Zukunft ein paar Verkäufe erhoffe. Zwei Krisendomains habe ich durch "eigenständige Kaufanfragen" in den letzten 1-2 Monaten für billig verkaufen können, wobei ich die Reg-Kosten jetzt wieder zurückhabe.
 
Ich habe ungefähr doppelt so viele Domains bei etwa gleicher TLD-Verteilung und bekomme regelmäßig Anfragen, aber viele sind leider im absoluten Low-Level-Bereich.

Hast du deine Domains geparkt oder hast du eine eigene Landingpage?

VG
Daniel
 
Das die meisten Interessenten nicht den Wert einer beschreibenden Domain kennen und als Basis einfach den normalen Registrierungspreis von sagen wir einmal 10 EUR/Jahr für einen Endkunden nehmen und dann mit 10-20 (Jahre) multiplizieren und somit auf den angebotenen Preis von 100-200 EUR kommen, ist ja nichts neues. Das bedeutet, die meisten Endkunden wollen vom Domaininhaber, dass man denen die Domain um die Anschaffungskosten ggf. auch das Doppelte davon, verkauft.
 
@ SaarDomainer-Daniel , wenn du mich meinst , meine Domains sind auf eine eigene Verkaufsseite mit Festpreis weitergeleitet. Dort gibt es auch die Möglichkeit des Livechats oder der normalen Kontaktmöglichkeiten. Ich erhalte aber "keine" Anfragen... Eventuell sind deine Domains von besserer Qualität.
Wie ist das bei dir Landing page von Sedo oder Dan, oder eigene Seite mit Anfrage Möglichkeit ?
 
ich habe im portfolio ca. 600 domains, erhalte ca. 5-10 anfragen pro monat - 25% davon über domainspot, 10% über sedo (teilweise sofortkauf), 30% über parkingcrew und 35% über dan.. daraus ergibt sich ca. 1 sale pro monat.. es können aber auch mal 0 anfragen sein oder 3 sales, sehr unterschiedlich und daher schwer zu pauschalisieren.
 
Vielen Dank, dass hilft mir sehr bei der Orientierung
 

Zurzeit aktive Besucher

Domain Forum Friends

Wir empfehlen weltweit diese befreundeten Domain Foren:

Neueste Themen

Statistik des Forums

Themen
5.601
Beiträge
46.418
Mitglieder
1.022
Neuestes Mitglied
EleanoreLf
Oben