Lest ihr ccTLD-Regeln vor dem Kauf?

NiceNIC_Domain

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Die aktuelle Diskussion rund um .IN hat mich daran erinnert, dass ccTLDs nicht immer wie .com funktionieren.

Einige Länderendungen haben eigene Bedingungen, lokale Erwartungen oder andere Regeln für größere Portfolios.

Prüft ihr die Registry-Regeln vor dem Kauf einer ccTLD, oder erst, wenn es ein Problem gibt?
 
Die aktuelle Diskussion rund um .IN hat mich daran erinnert

Worum geht es denn bei der aktuellen Diskussion rund um .in?

"The domain must not be registered for resale, as this is prohibited by Hungarian authorities."

Erscheint mir schon etwas erläuterungsbedürftig. Zum Beispiel: Dürfte man eine Domain zu eigenen Zwecken registrieren, dann irgendwann weiterverkäufen (d. h. der Verkauf war nicht ursprünglich der Registrierungsgrund)?

Ich finde auch nichts ähnliches in den Bedingungen (https://www.domain.hu/domain-registration-policy/).
 
Ein Link auf "die Diskussion" wäre hilfreich. NamePros?

Die Umsetzung ist schwer vorstellbar. Dann müsste die Registry ja regelmäßig Afternic und Sedo scrapen, um das wirklich durchzusetzen. Aber natürlich kann jeder Lead solche Angebote melden – mit ungewissem Ausgang …
 
Danke, @webplanet. Hier der relevante Abschnitt im RAA:

6.1
The Registrars will desist, at all times, from involving themselves, or through their re-sellers, in any way in the squatting, grabbing, hoarding, infringement, auctioning, drop catch or selling of the .IN domain names at a exceptionally higher price than the published MRP, they are regularly charging from the public. Any such involvement of the Registrar will lead to the termination of Accreditation, financial penalty and legal action as per the provisions of the Laws applicable in India.

Hier ein interessanter Beitrag im DNforum:

https://www.dnforum.com/threads/nix...-sales-are-“strictly-non-permissible”.635258/
 
Klar prüfe ich das vor der Registrierung, bei manchen ccTLDs gibt es z.B. solche Hinweise wie bei .hu:

"The domain must not be registered for resale, as this is prohibited by Hungarian authorities."

Wobei ich mich frage. Prüft das die Registry wirklich?

Anhang anzeigen 3585
Das frage ich mich auch. Ob die Registry so etwas wirklich aktiv verfolgt, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich fällt es eher auf, wenn es eine Beschwerde gibt oder wenn ein Fall genauer geprüft wird.
Ein Link auf "die Diskussion" wäre hilfreich. NamePros?

Die Umsetzung ist schwer vorstellbar. Dann müsste die Registry ja regelmäßig Afternic und Sedo scrapen, um das wirklich durchzusetzen. Aber natürlich kann jeder Lead solche Angebote melden – mit ungewissem Ausgang …
Haha, stimmt. Nächstes Mal packe ich den Link direkt dazu, dann lässt sich besser darüber diskutieren.

In der Praxis ist es natürlich nicht einfach, solche Regeln durchzusetzen. Ich glaube auch nicht, dass jede Registry dauerhaft alle Marktplätze vollständig überwacht.
 
Die Registry-Regeln sind nicht immer leicht zu prüfen. Nicht jeder Registrar stellt die jeweiligen Bedingungen für eine Registrierung zur Verfügung. Die Bedingungen können sich über die Zeit ändern, was zu Widersprüchen zwischen den Informationen verschiedener Registraren führen kann. Auch Infos „direkt von der Quelle“ sind nicht immer eindeutig.

Gerade bei .in-Domains trifft dies zu:

Die aktuellen Bedingungen auf der Website der Registry (registry.in) sind widersprüchlich. Die für Registrare relevanten Bedingungen (Registrar-Accreditation Agreement, RAA):

https://registry.in/system/files/Terms_and_Conditions_for_Registrants.pdf

verpflichten die Registraren, von den Registranten einen Nachweis zu liefern, dass sie einen berechtigten (kommerziellen) Bezug zu Indien haben:

4.4.15. Demonstrate purpose of Business connection for foreigners seeking .IN domain.

For registrations of .IN domain names by entities outside of India (Non-Resident/foreign Registrants), the Registrar shall require the Non-Resident/foreign Registrant to demonstrate a legitimate business connection or purpose connected to India by submitting a signed declaration outlining their business connection or purpose in India.


Die für die Registranten zutreffenden AGBen dagegen enthalten keine dahingehende Anforderung:

https://registry.in/system/files/Terms_and_Conditions_for_Registrants.pdf

Manche Registrare erwähnen diese Anforderung auch den Registranten gegenüber, andere nicht.

Die Bedingungen ändern sich auch über die Zeit. Gilt dann die ältere Regelung noch, wenn sie sich verschärft hat? Falls ja, lässt sie sich auf einen neuen Registranten übertragen?

Es war anscheinend immer so, dass die indische Registry dem Sekundärmarkt nicht gerade wohlgesonnen war; siehe z. B. die älteren Streitfälle (nach [advisory site:registry.in] googeln). Anscheinend wurde aber Wert darauf gelegt, dass Registrare sich nicht an der „Spekulation“ beteiligten; die Registranten, also auch Domainer, wurden (mein Eindruck) in Ruhe gelassen, solange kein Markeninhaber gegen sie geklagt hat.

In letzter Zeit hat sich der Ton aber verschärft:

https://www.registry.in/registry-advisory-2026-05-11 (link wie oben durch webplanet gepostet).

und

https://www.namepros.com/threads/india-might-ban-in-domain-investing.1306158/

Alles sehr kompliziert.
 

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