Ich habe den Eindruck, dass sich beim Domainverkauf etwas Grundsätzliches verändert hat: die Art, wie Käufer überhaupt auf eine Domain stoßen.
1. Domains werden weiterhin gebraucht.
Unternehmen, Projekte und Marken brauchen nach wie vor Domains. Der Domainmarkt an sich ist also nicht tot. Die Registrierungs und Verkaufszahlen zeigen das.
2. Aber Käufer entdecken Domains heute anders.
Früher lag es nahe, einen Begriff einfach einmal als .de oder .com in den Browser einzugeben. Genau dadurch landete man auf Parking- und Verkaufsseiten.
Heute läuft die Namenssuche eher über Google, Registrare und zunehmend über KI.
3. KI senkt die Kosten einer Alternative auf fast null.
"Gib mir 30 Namen für ein Portal zum Thema XY und prüfe passende Domains."
Damit wird aus:
Wunschdomain ist vergeben -> Eigentümer kontaktieren
immer öfter:
Wunschdomain ist vergeben -> nächsten brauchbaren Namen nehmen.
Das dürfte vor allem durchschnittliche Domains treffen. Wirklich starke Domains bleiben knapp.
4. Das Problem vieler Portfolios ist deshalb möglicherweise nicht der Preis, sondern fehlende Discovery.
Eine Domain kann durchaus einen passenden Endkunden haben – dieser Endkunde erfährt nur nie, dass die Domain existiert oder zum Verkauf steht.
Eine perfekte Salespage hilft wenig, wenn niemand dort landet.
5. Der klassische Generic-Type-in dürfte stark an Bedeutung verloren haben.
Wie oft gibt heute noch jemand aus Neugier irgendeinbegriff.de in die Browserzeile ein, nur um zu sehen, was dort liegt?
Auf dem Smartphone vermutlich noch weniger als früher.
6. Gleichzeitig fragmentiert sich die Suche nach Domains.
GoDaddy, IONOS, Sedo, Afternic, KI-Namensgeneratoren, Google usw.
Der Käufer sieht also nicht mehr zwangsläufig den vorhandenen Premium-Namen, sondern zuerst hunderte Alternativen.
7. Dadurch polarisiert sich der Domainmarkt stärker.
Sehr starke Domain:
"Genau diesen Namen brauchen wir."
Durchschnittliche Domain:
"Ganz nett - aber ChatGPT hat mir gerade 22 Alternativen genannt."
=> gute Premiumdomains erzielen weiterhin hohe Preis, mittelmäßiges Inventar wird immer schwerer verkäuflich.
8. "Erwerben – Listen – Warten" funktioniert deshalb immer schlechter.
Vielleicht muss das Modell heute eher heißen:
dafür sorgen, dass die Domain überhaupt ins Blickfeld des passenden Käufers kommt.
9. Dann wäre Outbound nicht deshalb wichtiger geworden, weil Domains schlechter geworden sind.
Sondern weil der natürliche Zufluss potenzieller Käufer schwächer geworden ist.
10. Nicht der Bedarf nach Domains ist eingebrochen. Die passive Käuferzuführung ist eingebrochen bzw. stark fragmentiert.
Mich würden dazu besonders Erfahrungen von Leuten interessieren, die schon 15–25 Jahre dabei sind:
Hat sich eure Zahl echter Inbound-Anfragen pro 100 oder 1.000 Domains spürbar verändert?
Gibt es bei euch noch nennenswerten Type-in-Traffic auf Verkaufsdomains?
Und glaubt ihr, dass KI Domaininvestoren eher schadet – oder vielleicht langfristig sogar dafür sorgt, dass wirklich gute Domains noch stärker aus der Masse herausstechen?
Wie ist Eure Erfahrung mit Anschreiben per Brief?
1. Domains werden weiterhin gebraucht.
Unternehmen, Projekte und Marken brauchen nach wie vor Domains. Der Domainmarkt an sich ist also nicht tot. Die Registrierungs und Verkaufszahlen zeigen das.
2. Aber Käufer entdecken Domains heute anders.
Früher lag es nahe, einen Begriff einfach einmal als .de oder .com in den Browser einzugeben. Genau dadurch landete man auf Parking- und Verkaufsseiten.
Heute läuft die Namenssuche eher über Google, Registrare und zunehmend über KI.
3. KI senkt die Kosten einer Alternative auf fast null.
"Gib mir 30 Namen für ein Portal zum Thema XY und prüfe passende Domains."
Damit wird aus:
Wunschdomain ist vergeben -> Eigentümer kontaktieren
immer öfter:
Wunschdomain ist vergeben -> nächsten brauchbaren Namen nehmen.
Das dürfte vor allem durchschnittliche Domains treffen. Wirklich starke Domains bleiben knapp.
4. Das Problem vieler Portfolios ist deshalb möglicherweise nicht der Preis, sondern fehlende Discovery.
Eine Domain kann durchaus einen passenden Endkunden haben – dieser Endkunde erfährt nur nie, dass die Domain existiert oder zum Verkauf steht.
Eine perfekte Salespage hilft wenig, wenn niemand dort landet.
5. Der klassische Generic-Type-in dürfte stark an Bedeutung verloren haben.
Wie oft gibt heute noch jemand aus Neugier irgendeinbegriff.de in die Browserzeile ein, nur um zu sehen, was dort liegt?
Auf dem Smartphone vermutlich noch weniger als früher.
6. Gleichzeitig fragmentiert sich die Suche nach Domains.
GoDaddy, IONOS, Sedo, Afternic, KI-Namensgeneratoren, Google usw.
Der Käufer sieht also nicht mehr zwangsläufig den vorhandenen Premium-Namen, sondern zuerst hunderte Alternativen.
7. Dadurch polarisiert sich der Domainmarkt stärker.
Sehr starke Domain:
"Genau diesen Namen brauchen wir."
Durchschnittliche Domain:
"Ganz nett - aber ChatGPT hat mir gerade 22 Alternativen genannt."
=> gute Premiumdomains erzielen weiterhin hohe Preis, mittelmäßiges Inventar wird immer schwerer verkäuflich.
8. "Erwerben – Listen – Warten" funktioniert deshalb immer schlechter.
Vielleicht muss das Modell heute eher heißen:
dafür sorgen, dass die Domain überhaupt ins Blickfeld des passenden Käufers kommt.
9. Dann wäre Outbound nicht deshalb wichtiger geworden, weil Domains schlechter geworden sind.
Sondern weil der natürliche Zufluss potenzieller Käufer schwächer geworden ist.
10. Nicht der Bedarf nach Domains ist eingebrochen. Die passive Käuferzuführung ist eingebrochen bzw. stark fragmentiert.
Mich würden dazu besonders Erfahrungen von Leuten interessieren, die schon 15–25 Jahre dabei sind:
Hat sich eure Zahl echter Inbound-Anfragen pro 100 oder 1.000 Domains spürbar verändert?
Gibt es bei euch noch nennenswerten Type-in-Traffic auf Verkaufsdomains?
Und glaubt ihr, dass KI Domaininvestoren eher schadet – oder vielleicht langfristig sogar dafür sorgt, dass wirklich gute Domains noch stärker aus der Masse herausstechen?
Wie ist Eure Erfahrung mit Anschreiben per Brief?